Söldnerleben

Ich soll Euch etwas von mir erzählen? Nun denn, Ihr macht mir einen vertrauenswürdigen Eindruck. Setzt Euch und hört gut zu, ich werde Euch erzählen, wie alles begann.

Als Christian Irber wurde ich im Königreich Daakien geboren, einem schönen Land und Teil des großen Kaiserreichs Telhanien. In jungen Jahren schlug ich mich dort als Söldner und Kopfgeldjäger durch, kam viel herum und habe so einiges gesehen. Kein Auftrag war mir und meinen Gefährten zu schwer, kein Gegner war für uns zu groß – wenn der Preis stimmte. Wir hielten uns für unbesiegbar.
Bis der große Krieg kam...

Verrat und Intrigen unter den Fürsten der Reiche stürzten das Kaiserreich in einen Bürgerkrieg, der es fast zu zerbrechen drohte. Und als ob sie nur darauf gewartet hätten, zogen Orkhorden plündernd durch Daakien, die Schwäche unserer ausgedünnten Heere ausnutzend. Das war die Stunde all jener, die eine Waffe halten konnten und nicht beim ersten Anzeichen des Feindes ihren Mut verloren. Doch die Realität des Krieges holte uns schnell auf den bitteren Boden der Tatsachen zurück und zerstörte unsere Ideale von ruhmreichen Schlachten und heldenhaften Toden. Ich sah viele Kameraden sterben, zu viele, und es war nichts heldenhaftes daran. Sie sind krepiert und als namenlose Opfer im Dreck liegen geblieben.

Irgendwie habe ich es geschafft, zu überleben und an der Spitze einer kleinen Truppe ein paar kleine, aber doch bedeutende Siege zu erringen. Als der Krieg zu Ende war, wurde mir für meine Dienste an König und Vaterland ein Wappen verliehen und ich wurde als Verwalter der in der Nähe der gleichnamigen Stadt gelegenen Burg Rabenstein eingesetzt. Seit dem nannte man mich den Rabensteiner. Ich wurde schließlich beauftragt, für die Stadt Rabenstein ein Söldnerheer auszuheben und dieses anzuführen. Obwohl der große Krieg vorbei war, wollte das Reich nicht zur Ruhe kommen und so gab es für uns immer Arbeit. Eine Zeit lang genoß ich das Leben als Söldnerführer, doch irgendwann hatte ich genug von den Verpflichtungen eines Kommandanten und dem hochnäsigen Gehabe der Adligen bei Hofe und es zog mich wieder in die Ferne, in die Einsamkeit von unentdeckten Ländern. So gab ich die Führung des Heeres und das Amt des Verwalters an die jenigen ab, denen ich am meisten vertraute und machte mich auf zu neuen Abenteuern...

Auf LARPs und bei anderen Gelegenheiten wurde dieser Charakter gespielt und im Laufe der Zeit entwickelte ein vielfältiger Hintergrund für diese Figur. Das ist seine Geschichte.

 
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