Der Rabensteiner

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Christian Irber, der Rabensteiner, ist eine fiktive Gestalt, die ich als Rahmen für meine Darstellung eines Söldners im späten 15. Jahrhundert erschaffen habe. Anfangs war es nur ein schöner Name, doch als ich die Geschichte meiner Heimat zu dieser Zeit genauer betrachtete, fand ich immer mehr Details und Geschichten, in die ich diese Figur einbetten konnte. Auch wenn der Rabensteiner nur eine Erfindung ist, könnte es auch eine reale Gestalt im ausgehenden Mittelalter gewesen sein.

Die Umsetzung dieser Darstellung steht noch am Anfang und ist noch weit davon entfernt, vollkommen zu sein (und wird es – wie so oft – wohl auch nie sein). Aber der Grundstein ist gelegt und es wird weiter daran gearbeitet. Deshalb gibt es hier vorerst auch nur spärlich Bilder dazu.

 

Geschichte

Christian Irber wurde im Dezember des Jahres 1439 in Graz geboren. Da er nicht das Wagnerhandwerk seines Vaters erlernen wollte, beschäftigte er sich lieber mit dem Kriegshandwerk und zog als Söldner durch die Lande. In den Fehdejahren von Wien 1461-1463 kämpfte er an der Seite des Söldnerführers Andreas Baumkircher erfolgreich für die kaiserlichen Truppen. Für seine Verdienste wurde ihm von Kaiser Friedrich III. ein Wappen verliehen und er als Verwalter der in der Nähe von Graz gelegenen Burg Rabenstein eingesetzt.

Einige Jahre später mußte er allerdings gegen seinen ehemaligen Kampfgefährten Baumkircher zu Felde ziehen, da sich dieser gegen den Kaiser wandte und steirische Städte plünderte. Die hinterhältige Festnahme und Hinrichtung Baumkirchers im Jahre 1471 zerstörte jedoch seinen Glauben an den Kaiser. So verließ er die kaiserlichen Truppen und legte sein Amt als Verwalter nieder, um wieder als Söldner durch die Lande zu ziehen. Das führte ihn eines Tages auch zur Gruppe rund um Anshelm von Hierzeck, wo er neue Kampfgefährten fand.

 

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Reale Ereignisse

1379    Adelsgeschlecht von Rabenstein stirbt aus, Burg Rabenstein geht an Hans dem Älteren von Winden.
1459    Kaiser Friedrich III. von Habsburg erwirbt Burg Rabenstein.
1461-1463    Fehdejahre von Wien – Erzherzog Albrecht VI. greift Wien an, sein Bruder Kaiser Friedrich III. entsendet Truppen gegen ihn. Söldnerführer Andreas Baumkircher kämpft auf Seite der kaiserlichen Truppen.
1469    Baumkircherfehde – Andreas Baumkircher wendet sich gegen den Kaiser und organisiert zusammen mit dem ungarischen König Matthias Corvinus einen Aufstand des steirischen Adels. Baumkircher besetzt steirische Städte und zieht plündernd durch das Land. Waffenstillstand im Oktober und Vereinbarung von Zahlungen an Baumkircher.
1470    Baumkircher bricht den Waffenstillstand mit Friedrich III., weil die versprochenen Zahlungen ausbleiben.
1471    Andreas Baumkircher wird festgenommen und hingerichtet, nachdem ihm freies Geleit nach Graz zugesichert wurde.
 
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